Weite

Ja, dieses Gefühl habe ich mitunter. Dann, wenn mein Blick, von meinem Rückzugsort, über das Tal der Mosel schweift.

Ein Ort, der gut einhundert Meter Höhe über dem Fluss liegt. Etwa auf halber Höhe des Berges. An dessen Flanke Wald und Weinberge und Brachen das Landschaftsbild prägen.

Allerdings bietet er, da stark westlich ausgerichtet, keine gute Lage für die Erzeugung von Spitzenweinen. Bisher jedenfalls.

Wobei mir das auch nicht wirklich wichtig ist. Aus Weintrauben, Wein zu produzieren, war nie mein Ziel. Weintrauben anzubauen aber schon. Tafeltrauben, genauer gesagt. Und auch nicht in riesigen Mengen, sondern als Teil eines geplanten Waldgartens mit vielfältigen Obstsorten.

Auf den oberen Grundstücken (sie grenzen aneinander) von rund 2000 m² gibt es bisher einen jugendlichen Mirabellenbaum, der auch schon Mirabellen getragen hat.

Drei Kirschbäume, mit leider noch wenig Ertrag.

Dazu eine Anzahl von Feigenbäumen, die sich mittlerweile prächtig entwickeln.

Der Versuch Olivenbäume anzusiedeln, ist bisher am Winter gescheitert.

Den jungen Birnbäumen hat Rehverbiss schwer zugesetzt. Wie auch einem Kakibaum, der sich davon aber wieder gut erholt hat.

Es gibt noch drei Haselnusssträucher und einen noch jungen Walnussbaum.

Und einen Granatapfelstrauch, der als einziger den letztjährigen Winter überlebt hat.

Die auf den ehemaligen Weinbergen angesiedelten Brombeersträucher habe ich mühsam, bis auf drei Inseln, entfernt. Doch auch diese Inseln, will ich demnächst zurückschneiden.

Das untere Grundstück (1000 m²), besser mit Sonnenwärme verwöhnt, liegt derzeit noch brach.

Weil alles am Waldrand liegt, ist einzäunen angesagt. Andere Lösungen wären in der Freizeit nicht zu stemmen.

Kurzum: Arbeit satt.

Doch die fühlt sich nicht nach Mühsal an, sondern nach Erdung. Nach Ausgleich. Nach Abstand vom ganzen Wahnsinn da draußen.

Es ist ein ganz praktisches Projekt. Quasi der Gegenpol zu dem Engagement, das mich sonst antreibt. Das ja eher intellektueller Natur ist.

Es gibt im benachbarten „achso-ein-schwarzes-schaf-Blog“ bereits einige Beiträge zum Waldgarten. Zum Hintergrund und den Beweggründen.

Der Einfachheit halber habe ich sie direkt im Menü unter “Info” verlinkt.

Weder sehe ich mich als Fachmann noch als besonders fähigen Gärtner, sondern als Suchenden, der Erfahrung sammeln möchte.

Dazu wird es Blogbeiträge geben, die stark visuell ausgelegt sind. Weshalb meine Kamera mich auch stets begleiten wird.

Gern dürfen Sie über meine Irrtümer und Fehlannahmen in den Beiträgen schmunzeln oder lachen.

Dürfen allerdings auch kommentieren.

Gern wohlwollend. Doch auch kritisch, wenn Sie meinen, es sei nötig.

Vorab: Es werden einige Jahre ins Land gehen, ehe wirklich von einem Waldgarten die Rede sein kann.

Wer mag, begleitet mich.

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