{"id":538,"date":"2022-07-21T16:00:00","date_gmt":"2022-07-21T14:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/achso-ein-schwarzes-schaf.de\/?p=538"},"modified":"2024-07-06T05:29:47","modified_gmt":"2024-07-06T03:29:47","slug":"opus-caementitium","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/timotheekavi.com\/achso-ein-schwarzes-schaf\/2022\/07\/21\/opus-caementitium\/","title":{"rendered":"Opus Caementitium"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Nicht das es mir an Themen mangeln w\u00fcrde, die nach Besprechung verlangen. Nein, nein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur diesmal fiel es mir schwer, dem urspr\u00fcnglichen Themenplan zu folgen. Immer wenn ich ihn umsetzen, mit dem Schreiben beginnen wollte, str\u00e4ubte sich etwas in mir. Und das, obwohl da schon ein Gutteil der Recherche, hinter mir lag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun gut. Die getane Arbeit war nicht umsonst. Das Thema ist nach wie vor aktuell. Und wird es aller Voraussicht auch bleiben. Und da, davon bin ich zutiefst \u00fcberzeugt, eh alles miteinander verkn\u00fcpft ist, ist es f\u00fcr mich auch v\u00f6llig in Ordnung, mich erst einmal einem anderen Thema zuzuwenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Noch dazu: gegen innere Widerst\u00e4nde anzugehen kostet nur unn\u00f6tige Kraft; ist hinderlich; st\u00f6rt den Flow, den inneren Einklang, den das Schreiben bei mir gern hervorruft. &#8211; Eine, wenn es geschieht, wahrlich ber\u00fcckende Belohnung f\u00fcr die M\u00fche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wobei nicht Flow das aktuelle Thema sein wird, so interessant es auch ist, &#8211; doch was nicht ist, wird sicher noch werden. Der Themenplanung ist es jedenfalls hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufh\u00e4nger diesmal: all die vielen Medienberichte zum Jahrestag der Ahrflut. Und zwar in Verbindung mit den aktuellen Beitr\u00e4gen zur angeblich n\u00f6tigen Energieersparnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ersparnisse, die anscheinend immer, immer mit dem Verlust an Wohlstand, an \u201eLebensqualit\u00e4t\u201c einher zu gehen scheinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Muss das sein? &#8211; Nein. Denn es gibt durchaus Projekte und Ma\u00dfnahmen zur Energieersparnis, die, die Lebensqualit\u00e4t sp\u00fcrbar verbessern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schauen wir uns doch erst einmal unsere Grundbed\u00fcrfnisse an. Neben Essen und Bekleidung geh\u00f6rt sicherlich auch das Wohnen dazu. Ein Ort, an dem \u00fcblicherweise Sicherheit und Geborgenheit gegeben ist. Eine Art Nest, das vor den schlimmsten Unbilden sch\u00fctzt. Da \u00e4hneln wir unseren tierischen Verwandten, die nicht umsonst derartige Unterk\u00fcnfte errichten. Und hie wie da gibt es sehr schlechte, schlechte, gute, sehr gute und beinahe ideale Voraussetzungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne Schutzma\u00dfnahmen an einem Fluss zu siedeln, der bekannterma\u00dfen immer mal wieder \u00fcber die Ufer tritt, ist nun wahrlich keine ideale Grundlage. Nicht einmal ann\u00e4hernd. Sie ist suboptimal, um es technisch zu formulieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da ich selbst in einem solchen Gebiet lebe, allerdings mit Schutzma\u00dfnahmen (Hochwasserdamm), wei\u00df ich wovon rede. Ohne diesen Schutz h\u00e4tte ich nie die jetzige Wohnung bezogen. Das Risiko, bei einem Hochwasser, ein Gutteil der Besitzt\u00fcmer zu verlieren, w\u00e4re mir zu gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch ich verstehe jene, die auch nach einem solchen Erlebnis, an Neuaufbau an fast gleicher Stelle denken. Das siedeln in Flusslandschaften ist begehrt. Besonders die Wohnlagen mit direktem Blick auf den Fluss. Sie werden nicht selten durchaus gro\u00dfz\u00fcgig entlohnt. Denn sie bieten das, was sich gemeinhin Lebensqualit\u00e4t nennt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Naturn\u00e4he. N\u00e4he zum Wasser. N\u00e4he zu Enten, Schw\u00e4nen, Fischen. Und ganz wichtig f\u00fcr alle stressgeplagten Gro\u00dfst\u00e4dter: Entschleunigung. Durch langsamen Schiffsverkehr. Durch Wander- und Radwege. Was Zeit bietet zum Gr\u00fc\u00dfen. &#8211; Hie und da ein Schw\u00e4tzchen mit einem Hundeausf\u00fchrer. Mit einem Spazierg\u00e4nger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wiegt all das den Sicherheitsaspekt auf? Bei dem einen ja, bei dem anderen nein. So sind wir Menschen nun mal. &#8211; Unterschiedlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch durch die extrem schnell ablaufenden klimatischen \u00c4nderungen verschiebt sich die Entscheidung zunehmend zu Ungunst der Profraktion. Zu existenzbedrohend die gigantischen Wassermassen, die bei Starkregenfall herniedergehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also, was tun?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Raus aus der Tallage &#8211; mein Vorschlag. Hierzulande sind viele Fl\u00fcsse in H\u00fcgellandschaften eingebettet. Also warum nicht in der Hanglage bauen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wenn, dann gleich auch noch sicher vor Naturgewalten. Und nicht zu vergessen, energiesparend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie denn? &#8211; Na so.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.americanexpress.com\/de-de\/amexcited\/explore-all\/design\/das-erdhuegelhaus-stylish-nachhaltig-und-natuerlich-mit-erde-bauen-6772\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.americanexpress.com\/de-de\/amexcited\/explore-all\/design\/das-erdhuegelhaus-stylish-nachhaltig-und-natuerlich-mit-erde-bauen-6772<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/immobilien\/article153482644\/Der-Traum-vom-Wohnen-unter-der-Erde.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/immobilien\/article153482644\/Der-Traum-vom-Wohnen-unter-der-Erde.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ans Herz gelegt jedem Winzer des Ahrtals, dem die Flut des letzten Jahres den Betrieb oder das Wohnhaus weggesp\u00fclt hat und der neu bauen muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Warum nicht inmitten eines Weinbergs siedeln? Landschaftlich angepasst, mit Gem\u00fcsebeet und mit Blick ins Tal erlaubender Sitzecke, auf dem mit Erde aufgesch\u00fctteten Dach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu in den Hang gebauten G\u00e4stezimmern im Hobbitstil. Wie es ein Th\u00fcringer Hotelier, in den links beschrieben, erfolgreich praktiziert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielleicht \u00e4ndert sich dann auch die pers\u00f6nliche Sicht auf den Einsatz von Pestiziden und auch der Verbleib in der weinbaulichen Monokultur. Denn ein Schritt f\u00fchrt oft zum n\u00e4chsten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedenfalls w\u00e4ren \u00dcberschwemmungen dann kein Thema mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genauso wenig wie St\u00fcrme, die das Dach abdecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst einem Tornado &#8211; und die werden allem Anschein nach durchaus h\u00e4ufiger &#8211; sollte ein solcher Bau widerstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Also Gr\u00fcnde genug um Widerst\u00e4nde der Genehmigungsbeh\u00f6rden schwinden zu lassen. N\u00f6tigenfalls hilft ein Hinweis auf die Sonntagsreden von Politikern, die Ver\u00e4nderung der Besiedelung in Flussgebieten fordern. Da sollten sie beim Wort genommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und energiesparend ist so ein Bau noch dazu. Kein geringes Argument derzeit. Die Erdschichten isolieren bestens. Im Sommer k\u00fchl und im Winter nur wenig heizen n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie das Heizen besonders kosteng\u00fcnstig und ressourcensparend und mit hohem Wirkungsgrad funktioniert, dazu in einem k\u00fcnftigen Beitrag mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>\u201eErdh\u00fcgelh\u00e4user bringen viele Vorteile mit sich. Beim Bau und auch bei der sp\u00e4teren Nutzung werden Ressourcen geschont. Die Innenraumgestaltung ist frei. Die Dachbedeckung muss kaum gewartet werden, da es keine Verschlei\u00dfelemente wie Dachziegel gibt. Die Erdschichten rund ums Haus speichern Wasser und dienen so dem Hochwasserschutz. Im Haus herrscht eine gesunde Raumfeuchte von 50 Prozent. Zugluft ist aufgrund der Bauweise kein Thema. Dem gegen\u00fcber stehen rund zehn Prozent h\u00f6here Baukosten im Vergleich zu einer herk\u00f6mmlichen Immobilie.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Auszug aus dem link von americanexpress\/amexcited<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sich die Baukosten auch reduzieren lassen, soll nicht unerw\u00e4hnt bleiben. Erdarbeiten lassen sich durchaus eigenst\u00e4ndig durchf\u00fchren. Lehmarbeiten ebenso.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und m\u00f6glicherweise lie\u00dfen sich aufwendige, dem Schutz vor Feuchtigkeit dienende Isolierma\u00dfnahmen vermeiden, wenn \u201eR\u00f6mischer Zement\u201c verbaut w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und \u2013 nicht zu verachten, er erm\u00f6glicht den Erhalt der Bausubstanz, selbst \u00fcber Jahrhunderte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob unsere Bau-, Baustoff- und Zementindustrie, nicht zu vergessen die Dachdecker, daran Gefallen f\u00e4nden, darf zurecht bezweifelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article166474367\/Warum-der-Beton-der-Roemer-haltbarer-war-als-moderner.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article166474367\/Warum-der-Beton-der-Roemer-haltbarer-war-als-moderner.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UG_UX0cQ1UI\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UG_UX0cQ1UI<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R\u00f6merbr\u00fccke_(Trier)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/R\u00f6merbr\u00fccke_(Trier)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Wikipedia-Beitrag ist zu entnehmen, dass beim Bau der Trierer R\u00f6merbr\u00fccke, in den ersten Jahrhunderten neuer Zeitrechnung, die alten Br\u00fcckenpfeiler, die noch immer das Gewicht der Br\u00fccke tragen, unter Zuhilfenahme von vulkanischem Gestein aus der N\u00e4he von Andernach am Rhein gebaut wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die nun zwangsl\u00e4ufige Frage: Mit welchem Baustoff haben die r\u00f6mischen Br\u00fcckenbaumeister die Pfeiler wohl gebaut? Doch wohl eindeutig mit \u201eOpus Caementitium\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedenfalls, und das steht au\u00dfer Frage, nicht mit so etwas, wie unserem heutigen Beton. Denn dann g\u00e4be es diese Pfeiler schlicht nicht mehr. Schon lange nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun denn. Ein Erdh\u00fcgelhaus mit diesem uralten Baustoff erstellen, f\u00fcr einen mutigen Bauherrn und dessen neugierigen Architekten, gewiss eine Herausforderung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beispiel macht Schule. Ob der Vorteile, f\u00e4nden sich sicher auch bald Nachahmer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht das es mir an Themen mangeln w\u00fcrde, die nach Besprechung verlangen. Nein, nein. Nur diesmal fiel es mir schwer, dem urspr\u00fcnglichen Themenplan zu folgen. Immer wenn ich ihn umsetzen, mit dem Schreiben beginnen wollte, str\u00e4ubte sich etwas in mir. 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