{"id":160,"date":"2021-01-03T12:33:00","date_gmt":"2021-01-03T11:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/achso-ein-schwarzes-schaf.de\/?p=160"},"modified":"2024-07-06T05:29:48","modified_gmt":"2024-07-06T03:29:48","slug":"tericand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/timotheekavi.com\/achso-ein-schwarzes-schaf\/2021\/01\/03\/tericand\/","title":{"rendered":"Tericand"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap wp-block-paragraph\">Nun ist mein erster Beitrag hier schon einige Tage her und trotzdem l\u00e4sst er mich nicht los. Er besch\u00e4ftigt mich. Hindert mich an anderen Texten. Es ist beinahe so, als h\u00e4tte der Beitrag ein Eigenleben und verlange nach Nachbesserung, nach Vervollst\u00e4ndigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ignorieren hilft nicht &#8211; hab ich ausprobiert. F\u00fchrte nur weiter ins Tr\u00fcbe. Mehr noch, in die Vergangenheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weit zur\u00fcck. In die Jugendzeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als mir klar wurde wohin es f\u00fchrt, habe ich erst einmal gelacht. Zu Henry Miller. Ja, zu dem Henry Miller. Dem ber\u00fchmt, ber\u00fcchtigten amerikanischer Schriftsteller, der zur damaligen Zeit (Ende der 70er) noch lebte. Hochbetagt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er hatte in seinen B\u00fcchern einen Astrologen erw\u00e4hnt, den er im Paris der 30er Jahre kennen- und sch\u00e4tzengelernt hatte. Dessen Voraussagen und insbesondere die alle anwesenden \u00fcberraschenden Charakterskizzen von Personen, die er vorher nicht kannte, faszinierten Miller. Der immer ein Faible f\u00fcr \u201eextreme\u201c Menschen hatte. Er hat den Astrologen unter dem Namen Tericand in seinen B\u00fcchern besonders gew\u00fcrdigt. Noch dazu, weil die Geschichte ein Nachspiel hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Spiegel hat im Jahre 1957 einen Beitrag dazu gebracht. Ein Genuss ihn zu lesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-41120927.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-41120927.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beschreibung von Tericand, als auch die Wirkung auf die Zeitgenossen, hat mich damals tief beeindruckt. Und der Eindruck ist auch gegenw\u00e4rtig noch vorhanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Miller hatte mich damals mit eher fremden Ideen in Kontakt gebracht. Daf\u00fcr bin ich ihm dankbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch es hat dann viele, viele Jahre ben\u00f6tigt um mich dem wirklich zu wenden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber er hat die Grundlage gelegt. Die, die es brauchte um mich auf den Weg zu machen, den Weg des spirituellen Wachstums.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angefangen hat dann alles mit der Endeckung von Yoga. Von dessen \u00dcbungen und deren Auswirkungen auf Atem und Geist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich hat sich dadurch schleichend die ganze Betrachtung der Welt ge\u00e4ndert. Yogische Texte und die yogische Philosophie wurde immer wichtiger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und in dem Zusammenhang stie\u00df ich auch auf die sogenannten Siddhis. F\u00e4higkeiten, die ein Yogi im Laufe seines Strebens nach Weisheit m\u00f6glicherweise erreicht. Darunter werden auch astrologische F\u00e4higkeiten gez\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sternendeutung hat es in fast allen h\u00f6her entwickelten Kulturen gegeben. Indien und sein Yogasystem war nur eines davon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in Tibet und China gab es derartig Gelehrte. Auch bei den Mayas und nat\u00fcrlich auch bei den Babyloniern. Wovon ja heute noch die drei Weisen aus dem Morgenlande zeugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All das deutet darauf hin, das es eine Wissenschaft gab, die anders funktionierte, als unsere Heutige, die ja von Astrologie partout nichts wissen will. Was aber noch lange nicht bedeutet, das es Humbug ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer wei\u00df, wom\u00f6glich werden wir (vielleicht ist die Saturn Jupiter Konjunktion im letzten Dezember zur Wintersonnewende ja ein Hinweis) noch Zeuge, wie die alte Lehre wieder aufersteht. Zu altem Glanz und Ruhm. Es w\u00e4re, angesichts all der Bedrohungen, der sich die Menschheit gegen\u00fcber sieht, dringend an der Zeit, das die verborgenen Weissagungen von Nostradamus, dem wohl gr\u00f6\u00dften Astrologen der Geschichte, ans Licht kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon Goethe hat jenem im Faust ein Denkmal gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Will Quadflieg hat das Kapitel Nacht, indem die Passage vor kommt, gesprochen. Unbedingt h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4sDFPY6IPH0&amp;pbjreload=101\">ht<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4sDFPY6IPH0&amp;pbjreload=101\" target=\"_blank\">tps:\/\/ww<\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4sDFPY6IPH0&amp;pbjreload=101\">w.yout<\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4sDFPY6IPH0&amp;pbjreload=101\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">ube.com\/watch?v=4sDFPY6IPH0&amp;pbjreload=101<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr unsere gegenw\u00e4rtige mathematik- und wissenschaftliche Welt, kann es Astrologie, die Vorhersage von Geschehnissen, aus Prinzip nicht geben. Die ganze Wahrscheinlichkeitsrechnung str\u00e4ubt sich. H\u00e4lt den Zufall aufrecht. Verneint Vorbestimmung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und hier scheiden sich letztendlich die Geister.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer an unserer heutigen Mathematik und den daraus abgeleiteten Wissenschaften um jeden Preis festhalten will, kann eine andere Sicht auf die Welt nicht in Betracht ziehen. Das ist auch der Grund warum der Glaube an Gott, bei Menschen, die ein solches Weltbild vertreten, so selten anzutreffen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Zufall zu leugnen hie\u00dfe, die Mathematik zu leugnen. Jedenfalls die Mathematik, wie sie heute gelehrt wird. Das ist das Problem.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer mir und meiner Denke folgen will, muss dieser Mathematik abschw\u00f6ren. Mein Tip dazu: Nimm die gegenw\u00e4rtig gelehrte Mathematik einfach als ein Spezialfall der G\u00f6ttlichen. So wie die euklidische Geometrie nur ein Spezialfall der absoluten Geometrie ist. Wobei ich hier nicht den Eindruck erwecken m\u00f6chte, dass ich genau verstanden h\u00e4tte, was es damit auf sich hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Abschluss noch einige Worte eines anderen Giganten der Literaturgeschichte. Auch wenn ich mich damit dem Vorwurf der Phrasendrescherei und unlauterer Interpretation aussetze. Von Shakespeare:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEs gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als eure Schulweisheit sich tr\u00e4umen l\u00e4sst.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist mein erster Beitrag hier schon einige Tage her und trotzdem l\u00e4sst er mich nicht los. Er besch\u00e4ftigt mich. Hindert mich an anderen Texten. Es ist beinahe so, als h\u00e4tte der Beitrag ein Eigenleben und verlange nach Nachbesserung, nach Vervollst\u00e4ndigung. Ignorieren hilft nicht &#8211; hab ich ausprobiert. F\u00fchrte nur weiter ins Tr\u00fcbe. 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